Vaginal discharge change in older adults
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Veränderung des Scheidenausflusses im Alter ist ein häufiges Problem. Nach den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, was zu einer dünneren und trockeneren Scheidenhaut führt. Dies kann zu vermehrtem oder verändertem Ausfluss führen. Auch Infektionen sind möglich.
Wichtige Fakten
- Nach den Wechseljahren ist vaginaler Ausfluss oft auf eine atrophe Vagina zurückzuführen.
- Eine Veränderung des Ausflusses kann auch ein Zeichen einer Infektion sein.
- Die Behandlungsmöglichkeiten sind gut und die Beschwerden lassen sich meist lindern.
Ja, viele Frauen nach den Wechseljahren bemerken Veränderungen des Scheidenausflusses.
Betroffen sind vor allem Frauen nach den Wechseljahren, etwa ab 50 Jahren. Aber auch jüngere Frauen können betroffen sein, wenn der Östrogenspiegel niedrig ist.
Symptome
- Sehr starker Blutverlust
- Höhe Schmerzen im Unterbauch
- Fieber und Schüttelfrost
- Zeichen einer Blutvergiftung wie Verwirrtheit oder starkes Krankheitsgefühl
- ⚠Plötzlich auftretender, übelriechender Ausfluss
- ⚠Starkes Jucken oder Brennen
- ⚠Schmerzen beim Wasserlassen oder Geschlechtsverkehr
Häufige Symptome
- Vermehrter oder veränderter Ausfluss
- Juckreiz
- Brennen
- Rötung
- Unangenehmer Geruch
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern kommt eine Veränderung des Scheidenausflusses selten vor. Falls doch, könnte es eine Infektion oder einen Fremdkörper bedeuten.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ausfluss ist oft wässrig oder gelblich
- Die Scheidenschleimhaut ist dünn und trocken
- Schmerzen beim Sex oder Wasserlassen
- Blutiger Ausfluss möglich
- Trockenheit und Reizung
Ursachen
Hauptursachen
- Atrophe Vagina (dünne, trockene Scheide durch niedriges Östrogen)
- Bakterielle Vaginose (Ungleichgewicht der Bakterien)
- Hefepilzinfektion (Candida)
- Trichomoniasis (eine Geschlechtskrankheit)
- Selten: Tumore oder Polypen
Risikofaktoren
- Wechseljahre
- Diabetes
- Geschwächtes Immunsystem
- Einnahme von Antibiotika
- Übermäßige Intimhygiene (Duschen, Seifen)
- Rauchverhalten
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei starken Schmerzen
- Bei starkem Blutverlust
- Bei Fieber oder allgemeinem Krankheitsgefühl
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei jeder bleibenden Veränderung des Ausflusses
- Bei leichten Beschwerden wie Juckreiz oder Brennen
- Wenn Sie sich unsicher sind
Diagnose
Der Arzt oder die Ärztin wird zuerst nach Ihren Beschwerden fragen und eine gynäkologische Untersuchung durchführen.
Mögliche Untersuchungen
- pH-Wert-Messung des Ausflusses
- Mikroskopische Untersuchung eines Abstrichs
- Kultur um Bakterien oder Pilze nachzuweisen
- Bei Bedarf eine Gewebeprobe (Biopsie)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist einfach und meist schmerzfrei. Sie dauert nur wenige Minuten. Lassen Sie sich Zeit, um alle Ihre Fragen zu stellen.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Ziel ist es, die Beschwerden zu lindern und die Ursache zu beseitigen.
Selbsthilfe zu Hause
- Verwenden Sie milde, unparfümierte Seifen
- Tragen Sie atmungsaktive Unterwäsche aus Baumwolle
- Vermeiden Sie Intimsprays und Scheidenspülungen
- Feuchtigkeitscremes für die Scheide (ohne Hormone) können helfen
Medizinische Behandlungen
Bei einer atrophen Vagina kommen Östrogene in Form von Cremes, Tabletten oder Ringen zum Einsatz. Bei Infektionen werden Antibiotika oder Antimykotika verschrieben. Die Dosierung und Dauer richtet der Arzt oder die Ärztin individuell nach Ihrem Befund.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist nur sehr selten nötig, etwa bei Tumoren oder schweren Vorwölbungen der Scheide (Prolaps).
Leben mit der Erkrankung
Akzeptieren Sie, dass sich der Körper verändert. Eine gute Intimhygiene und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen, Beschwerden früh zu erkennen.
Tipps für den Alltag
- Vermeiden Sie Rauchen
- Reduzieren Sie Stress
- Trinken Sie ausreichend Wasser
- Bewegen Sie sich regelmäßig
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten stärkt das Immunsystem. Bewegung fördert die Durchblutung und das allgemeine Wohlbefinden.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Veränderungen im Intimbereich können Scham oder Sorgen auslösen. Sprechen Sie offen mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin und holen Sie sich ärztlichen Rat. Bei anhaltender Belastung kann psychologische Unterstützung helfen.
Vorbeugung
Eine vollständige Vorbeugung ist nicht möglich, aber eine gute Hygiene und regelmäßige gynäkologische Untersuchungen verringern das Risiko von Komplikationen.
Impfungen
Es gibt keine spezielle Impfung gegen diesen Zustand.
Früherkennungsprogramme
Regelmäßige Krebsvorsorge (Pap-Abstrich) und Untersuchungen des Beckens werden empfohlen. Fragen Sie Ihren Gynäkologen nach den aktuellen AWMF-Empfehlungen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Chronische Scheidenentzündung
- Hautrisse und Geschwüre
- Ausbreitung der Infektion auf die Harnwege oder Gebärmutter
- Verschlechterung der Lebensqualität
Langzeitprognose
Die Prognose ist in der Regel sehr gut. Mit der richtigen Behandlung klingen die Beschwerden meist ab. Auch wenn die Grunderkrankung nicht heilbar ist, lassen sich die Symptome gut kontrollieren. Ein offenes Gespräch mit Ihrem Arzt gibt Sicherheit.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.