Gebärmuttermyome
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Fibroide (auch Myome genannt) sind gutartige Wucherungen aus Muskel- und Bindegewebe, die in der Gebärmutter wachsen. Sie sind keine Krebserkrankung und verursachen nicht immer Beschwerden.
Wichtige Fakten
- Fibroide treten bei vielen Frauen im gebärfähigen Alter auf.
- Sie sind fast immer gutartig (kein Krebs).
- Viele Fibroide verursachen keine Symptome und müssen nicht behandelt werden.
- Die Behandlungsmöglichkeiten reichen von Beobachtung bis zu Operationen.
Ja, Fibroide sind sehr häufig. Schätzungen zufolge entwickeln bis zu 70 % der Frauen bis zum Alter von 50 Jahren Fibroide.
Fibroide betreffen hauptsächlich Frauen im gebärfähigen Alter. Sie treten häufiger bei Frauen afrikanischer Abstammung auf und können bei jüngeren Frauen stärkere Symptome verursachen.
Symptome
- Plötzliche, starke Unterleibsschmerzen
- Sehr starke Blutungen mit Kreislaufschwäche (z. B. Schwindel, Ohnmacht)
- Fieber zusammen mit Unterleibsschmerzen (kann auf eine Entzündung hinweisen)
- ⚠Anhaltende, zunehmende Schmerzen im Unterleib
- ⚠Blutungen, die deutlich stärker sind als die normale Periode
- ⚠Ungewöhnliche Blutungen nach den Wechseljahren
Häufige Symptome
- Starke oder verlängerte Menstruationsblutungen
- Unterleibsschmerzen oder Druckgefühl
- Häufiger Harndrang
- Verstopfung
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
Symptome bei Kindern
- Fibroide treten bei Kindern äußerst selten auf. Bei sehr jungen Mädchen können sie als Bauchschmerzen oder ungewöhnliche Blutungen auftreten. Bei Verdacht sollte immer eine Kinderärztin oder ein Kinderarzt aufgesucht werden.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Nach den Wechseljahren schrumpfen Fibroide meist von selbst. Symptome wie Blutungen können jedoch nach der Menopause erneut auf ein Fibroid hinweisen. Bei älteren Frauen ist eine Abklärung wichtig, um Krebs auszuschließen.
Ursachen
Hauptursachen
- Die genaue Ursache von Fibroiden ist nicht vollständig geklärt. Man nimmt an, dass Hormone wie Östrogen und Progesteron ihr Wachstum fördern.
Risikofaktoren
- Alter: Häufiger bei Frauen zwischen 30 und 50 Jahren
- Genetik: Wenn die Mutter oder Schwester Fibroide hatte, steigt das Risiko
- Übergewicht
- Bluthochdruck
- Ernährung: Viel rotes Fleisch und wenig Gemüse könnten das Risiko erhöhen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Sehr starke Blutungen, die Sie im Alltag einschränken
- Schmerzen, die mit Schmerzmitteln nicht besser werden
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie Veränderungen Ihrer Menstruation bemerken (z. B. stärkere oder länger anhaltende Blutungen)
- Schmerzen oder Druckgefühl im Unterleib
Diagnose
Fibroide werden meist mit einer Ultraschalluntersuchung festgestellt. Dabei wird ein kleiner Schallkopf auf den Bauch oder in die Scheide eingeführt.
Mögliche Untersuchungen
- Ultraschall (Sonographie)
- Tastuntersuchung des Unterleibs
- Manchmal: Kernspintomographie (MRT) für genauere Bilder
- Manchmal: Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) bei starken Blutungen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind in der Regel schmerzfrei oder nur leicht unangenehm. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird mit Ihnen die Ergebnisse besprechen und erklären, ob und wie eine Behandlung nötig ist.
Behandlung
Die Behandlung hängt von der Größe, Lage und den Symptomen der Fibroide ab. Viele Frauen brauchen gar keine Behandlung. Wenn Beschwerden auftreten, gibt es verschiedene Ansätze.
Selbsthilfe zu Hause
- Wärmekissen oder warme Bäder bei Schmerzen
- Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol (ohne Markennennung – fragen Sie Ihre Ärztin oder Apotheke)
- Eisenreiche Ernährung bei starkem Blutverlust (z. B. Linsen, Spinat, Vollkornprodukte)
- Entspannungsübungen wie Yoga oder Meditation zur Stressreduktion
Medizinische Behandlungen
Medikamente können die Symptome lindern. Dazu gehören hormonelle Behandlungen (wie die Pille oder Hormonspiralen), die die Blutungen verringern. Auch Medikamente, die die Hormonproduktion vorübergehend unterdrücken, können eingesetzt werden. Der Arzt oder die Ärztin wird mit Ihnen die beste Option besprechen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kommt in Frage, wenn die Fibroide sehr große Beschwerden verursachen oder andere Behandlungen nicht helfen. Mögliche Eingriffe: Entfernung nur der Fibroide (Myomektomie) oder Entfernung der gesamten Gebärmutter (Hysterektomie). Die Wahl hängt von Kinderwunsch und Symptomen ab.
Leben mit der Erkrankung
Viele Frauen mit Fibroiden können ein normales Leben führen. Bei starken Blutungen kann es helfen, einen Menstruationskalender zu führen und genügend Vorräte an Binden oder Tampons mitzunehmen.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige Bewegung (z. B. Spazierengehen, Schwimmen) kann Schmerzen lindern
- Stress vermeiden durch Entspannungstechniken
- Auf ausreichend Schlaf achten
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten kann helfen, das Risiko für starke Blutungen zu senken. Ausreichend trinken und Eisenmangel vorbeugen. Moderate Bewegung ist in der Regel unbedenklich.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Starke Symptome können belastend sein. Manche Frauen fühlen sich unsicher oder ängstlich. Es ist wichtig, mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über Ihre Gefühle zu sprechen. Bei anhaltender Niedergeschlagenheit suchen Sie psychologische Unterstützung.
Vorbeugung
Es gibt keine sichere Methode, Fibroide vollständig zu verhindern. Ein gesunder Lebensstil mit normalem Gewicht, regelmäßiger Bewegung und ausgewogener Ernährung kann das Risiko möglicherweise senken.
Früherkennungsprogramme
Es gibt keine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung speziell für Fibroide. Bei der jährlichen gynäkologischen Untersuchung wird oft eine Tastuntersuchung durchgeführt; wenn Beschwerden bestehen, kann ein Ultraschall erfolgen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Starke Blutungen können zu Blutarmut (Anämie) mit Müdigkeit und Schwäche führen
- Große Fibroide können auf Blase oder Darm drücken und Probleme beim Wasserlassen oder Stuhlgang verursachen
- Selten: Verdrehung eines Fibroids (Stieldrehung) mit plötzlichen starken Schmerzen, die sofort behandelt werden muss
Langzeitprognose
Die Prognose bei Fibroiden ist in der Regel sehr gut. Sie sind gutartig und wachsen nach den Wechseljahren oft von selbst zurück. Mit der richtigen Behandlung können die meisten Symptome gut kontrolliert werden. Selbst bei größeren Fibroiden stehen schonende Behandlungen zur Verfügung, sodass die Lebensqualität erhalten bleibt.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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